Dr. Josef Brockmann

Über Psychotherapieforschung

Auch die Psychotherapieforschung hat ihre Wurzeln in der Psychoanalyse und gewinnt an Bedeutung, da im Gesundheitswesen zunehmend nur noch die Behandlungsverfahren von den Krankenkassen bezahlt werden, deren Wirksamkeit von der Forschung nachgewiesen ist. Die psychotherapeutische Forschung liefert auch die Grundlagen für qualitätsgesicherte Behandlungen.

Neben meiner Praxis bin ich seit vielen Jahren in der Psychotherapieforschung tätig. Forschung entsteht aus Neugier, hier darf man kreativ und unkonventionell sein. Die Beschäftigung auf dem Gebiet der Forschung gibt die Möglichkeit, auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu bleiben. Dies kommt der Qualität der Behandlungen zugute und bietet  die Möglichkeit in lebendigem Austausch mit den kreativsten Köpfen des Fachgebiets zu sein.

Forschungsschwerpunkt:

Einzelfallforschungsprojekt zum Konzept der Mentalisierung, der mentalisierungsbasierten Interventionen, der therapeutischen Beziehung und der Control Mastery Theorie des psychoanalytischen Behandlungsprozesses. Das Projekt wird gefördert durch die Lotte Köhler Stiftung, die DGIP und das AAIM. Die Studie ist von der Ethik-Kommision der Ärztekammer Hessen genehmigt. Die Studie ist international registriert bei BioMed Central unter www.controlled-trials.vcom/ISRCTN75536830.

Mitglieder der Einzelfallforschungsgruppe sind:  Dr. Josef Brockmann, Frankfurt, Dr. med. Anna Dembler, Berlin, Dipl. Psych. Dorothe König, Ludwigshafen, Prof. Dr. med. Holger Kirsch, Darmstadt,  Dr. med. Isolde de Vries, Hamburg,  Dipl. Psych. Monika Zabolitzki, Wiesbaden.

Publikationen

Brockmann, J. & Kirsch, H. (Im Druck): Zur Aufklärung besonderer Aspekte der Mentalisierung in Psychotherapien. In: Taubner, S., Dulz, B. & Schultz-Venrath, U.: Mentalisierungsbasierte Therapie und Prävention. Stuttgart. Schattauer- Verlag.

Brockmann, J.; Kirsch, H.; Dembler K.; König, D.; de Vries, I.; Zabolitzki, M. (2018): Ergebnisse einer Einzelfallstudie über die Zusammenhänge zwischen Interventionen, therapeutischer Beziehung und reflexiver Selbstwahrnehmung des Patienten. Zeitschrift f. Individualpsychologie: Band 43, Psychoanalytische Einzelfallforschung, S. 222-239. https://doi.org/10.13109/zind.2018.43.3.222

Brockmann J, Kirsch H, Dembler K, König D, de Vries I, Zabolitzki M & Silberschatz G (2018) Effects of of interventions promoting mentalization and interventions disconfirming pathogenic beliefs – A comparative single case study of 3 patients. Cogent Psychology 5(1). DOI: 10.1080/23311908.2018.1470482

Brockmann J, Kirsch H, Dembler K, König D, de Vries I, Wancke CU, Zabolitzki M (2017) „Mr K“ – A successful case of analytic oriented therapy doc. empirically: The role of the therapeutic relationship and reflexive self-awarness. Psychoanal. Psychother. http://dx.doi.org/10.1080/02668734.2016.1264454

Brockmann, J. & Kirsch, H. (2012): Von der psychoanalytischen Falldarstellung zur Einzelfallforschung. In: Springer, A.; Janta, B. & Münch, K.: Nutzt Psychoanalyse?! Gießen. Psychosozial. S. 219-236

Weitere Forschungsschwerpunkte:

 Therapeutische Beziehung

Brockmann J, Kirsch H, Hatcher R, Andreas S, Benz S, Sammet I. (2011) Dimensionen der therapeutischen Beziehung aus Patientenperspektive – Entwicklung der “Skala Therapeutische Allianz-Revised STA-R“. Psychother Psychosom Med Psychol. 61:208-215.

Wirksamkeit psychoanalytischer und verhaltenstherapeutischer Langzeittherapien

Brockmann J, Schlüter T, Eckert J (2006) Langzeitwirkungen psychoanalytischer und verhaltenstherapeutischer Langzeitpsychotherapien. Eine vergleichende Studie aus der Praxis niedergelassener Psychotherapeuten. Psychotherapeut 51, 15-25

Artikel zur Frankfurt-Hamburg Langzeitpsychotherapiestudie