Dr. Josef Brockmann

Der Beginn einer Psychotherapie

Die ersten Sitzungen einer psychoanalytischen Therapie, die so genannten probatorischen Sitzungen, dienen Ihnen und dem Therapeuten zur Entscheidung darüber:

a) ob eine Therapie und ggf. welche Therapieform für Sie hilfreich ist.
b) ob Sie das Gefühl haben, mit Ihrem Therapeuten arbeiten zu können.

Wenn Sie das Gefühl haben, der Therapeut ist für Sie vertrauensvoll und können mit ihm – nach einer gewissen Zeit – wie mit einem guten Freund reden, sind das günstige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie. Deshalb sollten sich Therapeut und Patient am Anfang Zeit lassen, um zu prüfen, ob Sie miteinander zusammenarbeiten können. Nach 2 bis 4 probatorischen Sitzungen steht die Vereinbarung über eine Zusammenarbeit und die Therapieform.

In einer psychoanalytischen Psychotherapie spricht der Patient mit dem Psychotherapeuten über seine aktuellen Probleme, lebensgeschichtlich bedeutenden Ereignisse, Träume und Fantasien. Am Anfang der Stunde hält sich der Psychotherapeut gewöhnlich eher zurück, damit der Patient sich entfalten kann und mit dem beginnen kann, was ihm subjektiv wichtig erscheint. Gegebenenfalls unterstützt der Psychoanalytiker den Patienten dabei. In der Psychotherapie ist mehr Zeit als im normalen Leben, weil die Entfaltung des Seelischen Zeit braucht.